Zeittafel zur Geschichte von Marktl
1205 Die Grafen von Altendorf/Leonsberg erhalten die Herrschaft Stammham-Tann mit der Burg in Leonberg
von Herzog Ludwig dem Kelheimer verliehen. Sie nennen sich nun auch Grafen von "Lewenberg".
Die Grafen von Lewenberg gehören im 13. Jahrhundert zu den fünf mächtigsten und einflussreichsten
Adelsgeschlechtern im Herzogtum Baiern. Unsere Grafen herrschen damals auf den zwei Burgen
Leonsberg bei Landau und Leonberg (Lewenberg) bei Marktl.
Um 1270 Gründung des Markts Marktl mit 20 Burglehen durch den Grafen Wernhard II. von Leonberg.
1278 stiftet Graf Wernhard II. die Deutsch-Ordens-Kommende Gangkofen und lässt sich dort mit seiner
Familie begraben.
1296 Graf Berengar III. stiftet als zweites Eigenkloster das Augustinerinnen-Kloster Niederviehbach und
und bestimmt es nun zur neuen Familiengrabstätte.
1297 Die St. Oswald-Kirche wird eingeweiht durch Weihbischof Albert vom Chiemsee
1329 Der letzte Graf von Leonberg, Heinrich VII., stirbt (ultimus gentis),
damit erlischt das Grafengeschlecht der Leonberger (Lewenberger). Erben sind die Grafen von Hals.
1386 Die bayerischen Herzöge erwerben den Markt Marktl von den Grafen von Ortenburg
1422 Dem kleinen gräflichen Markt werden durch Herzog Heinrich XVI. das Erbrecht und die gleichen
Rechte verliehen, welche die anderen Städte und Märkte im Herzogtum Niederbayern auch schon
besitzen (1. Freiheitsbrief).
Ab jetzt besitzt Marktl einen Marktrat aus 4 Personen und einen Amtskammerer (Bürgermeister).
1442 Das Gotteshaus St. Oswald wird (nach einem Brand?) wieder aufgebaut und neu geweiht.
1477 Dem Markt Marktl wird durch Herzog Ludwig dem Reichen ein Wappen verliehen (2. Freiheitsbrief).
Schiffshaken und Streichmaß symbolisieren die Schifffahrt und den Handel im Markt Marktl.
1480 In Marktl wird vom Richter Muntenhammer eine St. Anna-Bruderschaft gestiftet (zweitälteste in Bayern).
1503 bis 1505 Im grausamen Landshuter Erbfolgekrieg wird unsere ganze Heimat stark verwüstet.
1505 Wiedervereinigung der Herzogtümer Ober- und Niederbayern.
1535 Herzog Wilhelm bewilligt dem Markt Marktl einen Wochenmarkt (am Mittwoch) und zwei Jahrmärkte
(Sonntag nach Erasmus und Sonntag nach Simon und Judas) (3. Freiheitsbrief).
1541 Marktl erhält neben den Städten Burghausen und Neuötting eine eigene Ratswahlordnung durch die
Herzöge Wilhelm und Ludwig (nunmehr 4 innere und 4 äußere Räte).
1548 Viele Anwesen werden durch eine "große Feuersprunst" eingeäschert.
1560 Herzog Albrecht V. bewilligt einen eigenen Priester in Marktl.
1585 Abtrag der Burgkapelle auf dem Burgplatz und Wiederaufbau an der jetzigen Stelle im Jahr 1586.
1618 bis 1648 Während des Dreißigjährigen Krieges wird der Ort Marktl von den Schweden und den
kaiserlich-tillyschen Soldaten öfters schwer geplündert. Viele Urkunden gehen verloren.
1637 und 1648/49 wütet die Pest in Marktl.
1678 Kurfürst Ferdinand Maria errichtet eine Manualkaplanei zu Marktl.
1697 Kurfürst Max Emanuel lässt die erste Holzbrücke über den Inn erbauen. Bisher gab es eine Seilfähre.
1701 Um 23 Uhr am 11. August schlägt der Blitz in einen Baum eines Wirtsanwesens in der Mitte des
Marktes ein, infolgedessen der gesamte Markt mit über 60 Holzhäusern ein Raub der Flammen wird.
Der Markt verarmt. Der Markt wird langsam neu erbaut, nun meist in Stein.
1704 Von 1704 bis 1714 wird Niederbayern mit dem Ort Marktl von den Österreichern verwaltet.
1792 bis 1815 In den Napoleonischen Kriegen wurde Marktl von den durchziehenden Kriegsvölkern oft
geplündert und verwüstet.
1805 Kaiser Napoleon zieht durch Marktl Richtung Wien.
1806 Bayern wird von Napoleon zum Königreich erhoben.
1851 Die Manualkaplanei Marktl wird von König Maximilian II. zur eigenständigen Pfarrei erhoben.
1857 Die Pfarrei Marktl erhält durch Bischof Heinrich von Hofstätter eine neugotische Kirche.
1871 Eröffnung der Bahnstation Marktl..
1871 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Marktl.
1874 Gründung des Krieger- und Veteranenvereins Marktl
1895 Gründung einer Kinderbewahranstalt durch Pfarrer Jakob Haydn und Markler Bürger
1899 Ein großes Hochwasser verwüstet die Häuser im Gries.
1925 Der Heimatbund Marktl wird durch Bürgermeister Karl Beck und Oberlehrer Anton Steinherr gegründet.
1927 Bau der ersten Betonbrücke über den Inn und der Umgehungsstraße.
1927 Am 16. April wird dem Marktler Gendarm Joseph Ratzinger der Sohn Joseph geboren,
später Papst Benedikt XVI.
1932 Auslagerung des Friedhofes
1970 Eingemeindung von Schützing
1971 Eingemeindung von Marktlberg
1983 Einweihung des Bürgerhauses
1989 Anschluss an die Autobahn A94
1997 Sanierung des Ortszentrum im Rahmen der Städtebauförderung
2005 Am 19. April wird Kardinal Dr. Joseph Ratzinger zum Papst Benedikt XVI. gewählt.
2025 Ein großes Fernwärmenetz wird zusammen mit einem Partner realisiert.
2026 Modernisierung des Bürgerhauses
